38. Wintertagung im Wellnesshotel Aumühle in Grein

am 05. März 2026 und 06. März 2026

(veröffentlicht am 2026-03-15) 

Die diesjährige Wintertagung wurde am Donnerstag, 05. März und Freitag, 06. März 2026 im Wellnesshotel Aumühle abgehalten. Das Hotel ist in der Ortschaft Panholz und gehört zu der Stadtgemeinde Grein an der Donau. Den Aufenthalt im Wellnesshotel Aumühle kann man mit zahlreichen Freizeitaktivitäten ergänzen.  Neben Bogenschießen oder Radfahren bietet die Umgebung wunderschöne Wanderwege wie beispielsweise die bekannte Stillensteinklamm oder den Donausteig. Das Haus bietet eine moderne Saunalandschaft und gemütliche Ruhezonen. Ebenso eine großzügig gestaltete Pool-Landschaft mit Whirlpool. 


Der Tagungssaal 

Der lichtdurchflutete, modern ausgestattete Seminarraum bot ausreichend Platz für die Teilnehmer an der Tagung. Vorstandsmitglied Hackl Peter hat am Vortag den Tagungsraum und den Raum für die Ausstellertische der Firmen vorbereitet.

Die Tagungsteilnehmer

Bei dieser Wintertagung hat es einen neuen Teilnehmerrekord gegeben. Von den 106 angemeldeten Teilnehmern haben schlussendlich 101 an der Veranstaltung teilgenommen. Überaus erfreulich war, dass sehr viele junge, aktive Kollegen mit dabei waren.

 

Die Ausstellerfirmen und Firmenvertreter 

Auch bei dieser Wintertagung haben wieder viele Firmen die Gelegenheit genutzt, ihre neuesten Produkte  

mit einem Ausstellertisch zu präsentieren.

Die Firma ACAT mit Helmut Staufer. Auch Rauch Günther war bei der Veranstaltung.

 Die Firma Aerzen Austria HandelsgmbH mit Josef Jahodinsky 

Die Firma Aquaconsult mit Stefan Schmidt

Die Firma EJ Österreich Access Solutions GmbH mit Reinhard Ardelean

Die Firma Fuchs Arbeitsschutz mit Fabian Gaisböck

Die Firma Gumplmayr mit Christian Schell und seiner Tochter Elisa Schell

Die Firma Endress&Hauser mit Christian Pricken

Die Firma Hach Lange Austria GmbH mit Michael Lehner 

Die Firma Hepp2 by HYSYPRO AG aus der Schweiz mit Karl-Heinz Kastenmüller und Alessandro

Die Firma Hidrostal mit Michaela Windhager und Thomas Witzlinger

Die Firma MSS Elektronik GmbH mit Peter Schmid und Markus Hohenwarter 

Die Firma Quabus GmbH mit Hubert Grasser und Johann Schuh

Die Firma Rabmer Bau & Umwelttechnik mit Simon Boxrucker

Die Firma Swietelsky-Faber Kanalsanierung GmbH mit Robert Hochetlinger

Die Firma Schober Laborgeräte & Umweltanalytik KG mit Markus Schober

Die Firma ETL Verfahrenstechnik GmbH mit Franz Josef Fendt am Stand der Firma Schober

Die Firma Stuhl Industries mit Erich Stuhl

Die Firma VEGA Austria GmbH mit Thomas Hanl und Markus Tran

Auch die Firma Sulzer Austria mit Bamberger Kurt, die Firma Life Instruments GmbH mit Baier Alfred, die Firma Donau Chemie mit Bauer Rudolf, Binder Wolfgang, Gerold Werner und Tischler Clemens, die Firma doma elektro engeneering GmbH mit Doblinger Gabriel, Doblinger Johann und Nagel Michael, die Firma InfraGis GmbH mit Gibus David, die Firma Hermes mit Plötzeneder Michael und die Firma Huber Technology Austria GmbH mit Schellenberg Gerhard haben an der Tagung teilgenommen.

Bei der Gestaltung der Vorträge wurde heuer großer Wert darauf gelegt, längere Pausen zu machen, damit die Kollegen die Möglichkeit haben, sich bei den Firmen über ihre gezeigten Produkte zu informieren. Diese wurde auch sehr umfangreich angenommen.

Günther Rauch von der Fa. ACAT und Rudolf Bauer von der Fa. Donau Chemie

Auch Doblinger Gabriel von der Fa. Doma hat sich bei den Ausstellern informiert.

Ebenso der Senior Chef der Fa. Doma, Doblinger Johann.

Das Damenprogramm 

Bei dieser Wintertagung haben wieder viele Frauen ihre Partner begleitet. Für sie gab es wieder ein eigenes Damenprogramm, an dem auch einige Kollegen, die bereits im Ruhestand sind, teilnahmen. Am Vormittag stand eine Führung in der Burg Kreuzen auf dem Programm. Am Nachmittag konnten sie den Wellnessbereich des Hotels genießen.

Die Burg Kreuzen liegt auf einem bewaldeten Bergrücken in Bad Kreuzen. Ein Rundgang durch die Burg Kreuzen ist wie eine Reise in die Vergangenheit.  Es gibt historische Mauern, die von Jahrhunderten bewegter Geschichte erzählen, und man kann den Panoramablick vom Aussichtsturm genießen. Die Burganlage bietet spannende Einblicke in das mittelalterliche Leben und beeindruckt mit ihrer einzigartigen Atmosphäre.  


Beim Rundgang durch die Burg wurden sie von einer Fremdenführerin begleitet, die ihnen interessante Details und Geschichten von der Burg erzählte.

Der Beginn der Tagung und die Fachvorträge 

Mit einigen Minuten Verspätung eröffnete Obmann Schwarzenbrunner Ferdinand die 38. Wintertagung.  Er begrüßte alle Anwesenden. Besonders die Damen, die Pensionisten, die Firmenvertreter und alle Abwassertechniker. Besonders begrüßte er seinen neuen Chef vom Wasserverband Bad Hall, Herrn Morhart Lukas. Er verwies auf das interessant gestaltete Programm und auf die Aussteller, die im Nebenraum ihre Produkte präsentierten. Dann gab er das Mikrofon an unserem Organisationsreferent Hackl Peter, der den Ablauf der Tagung detailliert vorgestellt hat. 

 Der erste Fachvortrag 


Der erste Fachvortrag wurde von der Fa. Gumpelmayr Amaturen GmbH aus Steyregg mit dem Titel „Schieberdrehgerät“ gestaltet. Als Vortragende fungierte Frau Elisa Schell und ihr Vater Christian Schell. Die beiden sind Inhaber der Fa. Gumplmayr. Zu Beginn stellte sie die Firma und sich vor. Dann ging sie auf das Gumplmayr-torcbrain Schieberdrehgerät ein. Das Gerät ist ein Akku-Kraftpaket für Schieber und zeichnet sich durch seine robuste Bauweise und einfache Handhabung aus. Es ist schnell einsatzbereit und leicht. Es bietet ein bestes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist wartungsfrei. Es gibt ein kleines Gerät, das wälzt die 50–70 Nm auf 400 Nm und beim Großen auf 900 Nm um. Die Geräte haben ein digitales Zählwerk, das nicht nur die Vorwärtsumdrehungen zählt, sondern auch die Rückwärtsumdrehungen. Des Weiteren hat das Gerät 4 Stufen zur Grobeinstellung und 11 Stufen zur Feineinstellung. Es gibt auch ein umfangreiches Zubehör zu dem Gerät.

   

Unser Obmann bedankte sich bei den beiden für den Vortrag und überreichte ihnen ein kleines Geschenk. 

Der zweite Fachvortrag

Der zweite Fachvortrag mit dem Titel „Pensionsfahrplan – welche Möglichkeiten bietet das Pensionsrecht“ wurde von Herrn Karl Brandstetter von der Arbeiterkammer OÖ gestaltet. Zu Beginn seines Vortrages ging er auf die Pensionsarten ein. Bei den Alterspensionen gibt es mehrere Pensionsarten. Es gibt die Korridorpension, die normale Pension zum Regelpensionsalter, die Hacklerregelung und die Nachtschichtschwerarbeiterpension. Die Pensionsarten erläuterte er im Detail, wobei er die Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme aufzeigte. Schwerpunktmäßig ging er dann auf die Schwerarbeiter Pension ein. Hier zeigte er zuerst die Voraussetzungen, dann die Schwerarbeitsordnung und zum Schluss das Verfahren. Dann erläuterte er noch die weiteren Pensionsarten. Der überaus umfangreiche Vortrag war für die Kollegen von enormer Bedeutung. Es gab auch dementsprechend Fragen zu den Themen. Herr Brandstetter hat sich auch nach seinem Vortrag noch den Fragen in Einzelgesprächen gestellt.

Auch bei Herrn Brandstetter bedankte sich unser Obmann für den Vortrag ebenfalls mit einem kleinen Geschenk. Anschließend gab es eine längere Kaffeepause.

Der dritte Fachvortrag

Nach der Kaffeepause ging es weiter mit den Fachvorträgen. Der dritte Fachvortrag hatte den Titel „Vorklärung mittels Feinsiebung“. Dieser wurde von Gerhard Schellenberg von der Firma Huber EdelstahlvertriebsgmbH gehalten. Zu Beginn des Vortrages stellte er kurz die Firma vor. Dann ging er im Detail auf das Thema des Vortrages ein. Bei der Abwasserreinigungsanlage in Saalbach, Land Salzburg gibt es kein Vorklärbecken. Begrenzt durch das geringe Grundausmaß der Anlage ist es platzmäßig nicht möglich, ein solches zu situieren. Die Firma Huber hat dann ein Pumpwerk zum Heben des zulaufenden Abwassers nach dem Sandfang, ein Sieb und einen Scheibeneindicker vorgesehen. Die Anlage hatte bereits zum Eindicken des Überschussschlammes einen Scheibeneindicker und die Kollegen der Anlage haben sich auch für die Primärschlammeindickung seperat eine Scheibe gewünscht, was sich später herausstellte, aufgrund der Trockensubstanzen nicht nötig gewesen wäre. Es kommen aus dem Gerät bereits 4 % TS und durch die Scheibe ohne Polymerezugabe 7 % TS. Das Sieb hat eine Maschenweite von 0,2 mm. Es wird jedoch nicht das gesamte Abwasser über die Anlage geführt. Ca. 40 % werden über einen Bypass direkt in die Belebung gegeben, weil der Schlamm sonst keine Struktur mehr hat. Der Schlamm aus der Feinsiebanlage geht dann direkt in den Faulturm. 

Die ARA Saalbach. Vorne rechts der neue Teil mit der Siebanlage.

Die schematische Darstellung der Feinsiebung

Die 3 D Darstellung

Nach dem Vortrag bedankte sich unser Obmann bei Herrn Schellenberg für den sehr interessanten und ausführlichen Vortrag.

Der vierte Fachvortrag

Der vierte Fachvortrag hatte den Titel „Aktuelles zur 4. Reinigungsstufe“. Dieser wurde von Herrn Wolfgang Binder von der Firma Donau Chemie vorgetragen. Bei der vierten Reinigungsstufe geht es primär um Medikamente. Es geht nicht darum, dass die Medikamente nicht mehr ins Abwasser kommen. Das geht nicht. Wir brauchen die Medikamente und wir wollen sie haben. Es ist nicht so, dass die Leute unsachgemäß entsorgen, sondern 80 % der konsumierten Medikamente gehen aus dem Körper wieder heraus und ins Abwasser. Es gibt eine KARL 12 Tabelle für den Zulauf. Hier sind 12 Medikamente aufgelistet. Die EU hat die Regel getroffen, man muss von mindestens 6 Substanzen bei Trockenwetter 80 % entfernen. 

Wenn man die 12 misst, sieht man sehr gut, ob der Prozess gut funktioniert. Es gibt aber neben der KARL noch andere Gesetze, die eine Rolle spielen.

Die Umwelt Qualitätsnorm Oberflächengewässer NEU.
Diese wurde auf Vorschlag vom EU-Rat am 17.02.2026 angenommen und nach Zustimmung durch das EU-Parlament muss sie bis Dez. 2027 in nationales Recht umgesetzt werden.
Konsequenzen:
Neue Stoffe und Grenzwerte z.B. Diclofenac 40 ng/L
Klarwasser (Kläranlagenablauf) in Österreich 2.800 ng/L
Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplan:
NPG 6.1.5 Seite 165 in PDF: Gem. § 33b Abs.2 WRG 1959 darf die Einleitung gefährlicher Abwasserinhaltsstoffe nur so weit bewilligt werden, als nach dem Stand der Technik die Vermeidung nicht möglich ist und die wasserwirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere bestehende Nutzungen und die bereits vorhandene Belastung, eine Einleitung zulassen.

Die klassische Methode zur Bestimmung der Einhaltung der Werte ist HBLCMS. Hier nimmt man eine Probe, lässt sie in einem Appart über eine Säure. Ist wie ein Löschblattversuch, wo sich die Farbe auftrennt und dann schickt man sie über ein Massenspektrometer. Es gibt üblicherweise zwei Verfahren für die 4. Reinigungsstufe. Die Erste ist die Funktion von der Ozonung. Hier wird ein Sauerstoffmolekül mit elektr. Spannung sehr stark geladen. Ist super energetisch und reagiert mit allem und haut wie ein Vorschlaghammer darauf, dadurch werden die Sachen angeknackst. Durch diesen Angriff sind sie dann zB. durch Mikroorganismen abbaubar oder man absorbiert sie mit Aktivkohle und man erfüllt dadurch die KARL. 
Die zweite Variante ist die Aktivkohle. Die Aktivkohle hat eine sehr weite Porenstruktur mit verschieden großen Poren. Hier gibt es Mikroporen, Mesoporen und Makroporen. Die Makroporen sind für den großen Transport zuständig. In den Meso- und Mikroporen bleiben die Moleküle hängen, die man dann versucht abzureinigen. Für die 4. Reinigungsstufe sind die Mesoporen die wichtigsten. Die Mikroporen sind im Wesentlichen für die Gasreinigung. Die Kosten für die 4. Reinigungsstufe belaufen sich auf ca. € 15,– pro Einwohner und Jahr.

 

Auch bei Herrn Binder bedankte sich Obmann Schwarzenbrunner für den interessanten und vor allem wichtigen Vortrag mit einem kleinen Geschenk.

Der fünfte Fachvortrag

Der fünfte Fachvortrag hatte den Titel „Das Abwasser in der Bioökonomie“. Als Vortragender war Herr Erich Stuhl von der Firma Stuhl Industries. In seinem Vortrag ging Herr Stuhl auf die unterschätzten Rohstoffe im Abwasser ein. Man spricht heute nicht mehr über Abfall, sondern über Rohstoffe im Abwasser und deren Nutzung in der Bioökologie. Die wertvollen Ressourcen sind Nährstoffe für Energie und Materialien, aus denen neue Produkte entstehen. Es gibt einen Paradigmenwechsel in Abwasserlösungen.
Gestern“ gab es eine lineare Entsorgung. Sammeln-Reinigen-Einleiten.
Heute“ gibt es Kreislaufwirtschaft. Rückgewinnung-Veredlung-Wiederbenutzung.
Früher“ war das Ziel, Abwasser so sauber wie möglich dem Kreislauf zuzuführen.
In der Bioökonomie ist das Ziel, die wertvollen Rohstoffe zu extrahieren, bevor sie in den Kreislauf zurückfließen. Dadurch bekommt der Beruf des Abwassertechnikers und der Technikerin eine starke Bedeutung in der Gesellschaft.
Der Schatz im Abwasser ist Phosphor und Stickstoff, Kohlenstoff, thermische Energie und Energie aus dem Kanal. Der Fokus liegt auf Nährstoff-Recycling-zukünftiger Stoffe.
Fazit und Ausblick“: Abwasserreinigung wird Teil der Bio-Wertschöpfung. Notwendig dazu: Neue vernünftige Gesetze und Akzeptanz für Recycling-Produkte. Die Technologien sind da, wenn noch nicht, erschaffen wir sie, denn Abwassertechniker sind die Rohstoffproduzenten der Zukunft.

Unser Obmann bedankte sich auch bei Herrn Stuhl für den Vortrag mit einem kleinen Geschenk. Er dankte ihm auch, dass er faktisch ein Werbeträger für die IBAR ist. Überall, wo er hinkommt, sei dies Deutschland oder Wien, macht er Werbung für unseren Verein.

Der sechste Fachvortrag

Nach dem Mittagessen ging es weiter mit dem sechsten Fachvortrag. Der Titel des Vortrages lautete „Mobile und skalierbare Pumpeneinheiten“. Der Vortrag wurde von Herrn Karl-Heinz Kastenmüller von der Firma  Hepp2 by HYSYPRO AG gehalten. Zu Beginn seines Vortrages stellt er kurz die Firma vor. Es gibt zwei Familienbetriebe. Seine Firma hat den Sitz in Luzern in der Schweiz und der zweite Betrieb ist in Ingolstadt. Er ist Geschäftsführer der HYSYPRO AG.  Die HYSYPRO AG hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Hydrauliklösungen spezialisiert. Das Hauptprodukt der Firma, die Pumpe, wird in der Schweiz gegossen. Entstanden ist das Ganze in Zusammenarbeit mit der Stadtentwässerung Zürich im Kanalbetrieb. Sie bieten Konstruktion von Hydrauliksystemen für die Bauindustrie, Hochleistungs-Tauchmotorpumpe 30 kg, bis 400 m³/Std. und die  Anpassung der Komponenten an die speziellen Bedürfnisse der Kunden als Leistungen an. Sie bieten verschiedene Pumpenarten für diverse Anwendungen an. Es gibt Dual-Tauchpumpen, Mono-Tauchpumpen und diese mit verschieden großen Schlauchanschlussmöglichkeiten. Es gibt eine Welt ohne Hepp2, was bedeutet eine Vielzahl spezialisierter Pumpen, jeweils optimiert für einzelne Anwendungen. Dann gibt es eine Welt mit Hepp2. Das heißt, eine modulare Pumpe, anpassbar an eine Vielzahl von Anwendungen. Die modularen Pumpen können vielseitig eingesetzt werden. Etwa beim Hochwasser oder auf Kläranlagen zum schnellen Auspumpen von Becken. Er zeigte in seinem Vortrag eine Vielzahl von Anwendungen, wo die Pumpen eingesetzt wurden. Überall, wo ihr System zur Anwendung kam, waren die Anwender begeistert von den modularen Möglichkeiten. Ihr System kann auch für die Faulturmentleerung eingesetzt werden, da sie auch die ATEX -Zulassung haben. Zum Abschluss eines Vortrages verwies er noch auf den Ausstellungsstand, wo Interessierte sich noch im Detail über ihr System informieren können. 

Unser Obmann bedankte sich bei Herrn Kastenmüller für den Vortrag und überreichte ihm ein kleines Geschenk. 

Vor der Kaffeepause meldete sich Günther Rauch von der Firma ACAT zu Wort. Es ist schon eine gute alte Tradition, dass die Firma ACAT zur Messe IFAT in München einen Bus organisiert. Er lud dazu herzlich ein. Sie fahren am Mittwoch, 06. Mai 2026. Die Buskosten und die Einkehr in einem Gasthaus bei der Rückfahrt werden von der Firma ACAT übernommen. 

Der siebte Fachvortrag

Der siebte Fachvortrag hatte den Titel „Schrauben und Turbogebläse“. Dieser wurde von Herrn Josef Jahodinsky von der Firma Aerzen Austria gestaltet. Herr Jahodinsky ist in ganz Österreich für Beratung und Vertrieb tätig. Die Firma Aerzen ist bekannt für Druckluftanwendungen, von Niederdruck bis Hochdruck-Anwendungen. In Österreich hauptsächlich im Kläranlagensektor. Sie ist aber auch in der pneumatischen Förderung beschäftigt und im Prozess der Gasförderung. Aerzen hat die Firma Aquarius vorwiegend im amerikanischen Raum als Partner für die Belüftungstechnik. Die Firma Suprafit im englischen Raum und die Firma RMU . Die Firma RMU (Rudolf Messner Umwelttechnik) ist in Deutschland ansässig. Aerzen bietet den ganzheitlichen Ansatz von der Beratung über die Auswahl der entsprechenden Belüftungstechnologie, die Gebläse und die übergeordnete Steuerung. Die Gebläse sind das Herzstück des Systems. Kombinationen von Gebläsen, Turboverdichter und Schraubengebläse in einem optimierten Systemansatz, um täglich und saisonal wechselnde Lasten in der Abwasseraufbereitung abzudecken. Wenn alle Anlagenteile exakt aufeinander abgestimmt werden, kann man bei den Betriebskosten die Hälfte einsparen. In der Folge ging er dann auf eine Referenzanlage in Göhren ein. Die Kläranlage Göhren auf Rügen verzeichnet aufgrund des hohen Tourismusaufkommens während der Sommermonate Kapazitätsschwankungen von bis zu 400 Prozent. Das ist für die biologische Reinigung eine wahre Herkulesaufgabe. Optimierungs- und Erweiterungsmaßnahmen schaffen Abhilfe und bringen die Abwasserbehandlung auf der Kläranlage in Göhren auf das nächste Level.  Eine besondere Rolle spielen dabei die modernisierte Gebläsetechnik von AERZEN sowie die neuen hocheffizienten RMU Classic Plattenbelüfter in den Belebungsbecken. Das Ergebnis ist phänomenal und übertrifft alle Erwartungen: 42 Prozent Energieeinsparung bei gleichzeitig 50 Prozent Kapazitätserhöhung. Ein echter Quantensprung.

Am Ende des Vortrages dankte ihm unser Obmann und überreichte ihm ein kleines Geschenk. 

Bevor es mit den Fachvorträgen weiterging, gab es eine Ehrung. Herr Johann Hattinger von der Firma HTI wurde mit Vorstandsbeschluss die große Ehrennadel der IBAR überreicht. 

Der achte Fachvortrag

Der achte Fachvortrag hatte den Titel „Energiemarkt mit schwankenden Tarifen in Zusammenhang mit PV und BHKW“. Der Vortrag gliederte sich in zwei Teile. Als erster referierte Herr Gabriel Doblinger von der Firma  doma elektro engineering GmbH. In dem Vortrag ging es um den Netzzugang zum öffentlichen Energienetz. Was muss man da beachten und an welche Spielregeln muss man sich halten. 
Die Themen dazu waren: 

  • Überblick über Regulatorik- E.Control, TOR SEA. 
  • Parkregler – Aufgaben und Funktion: Anbindung Fernwirkanlage.
  • Dynamische Leistungssteuerung mit EPEX-Spot
  • Umsetzung und Praxisbeispiele

Nach dem Überblick ging er dann im Detail auf die einzelnen Punkte ein.

Den zweiten Teil des Vortrages hielt Markus Hohenwarter von der Firma MSS Elektronik. Die Firma MSS Elektronik hat die Software zum Erfassen der Regler programmiert. Herr Hohenwarter zeigte dann die zwei Regelarten, den EZA- und den Epexregler. Die beiden Regler hat die Firma schon auf einigen Anlagen eingesetzt. MSS ist mit dem EZA – Regler, dem auch genannten Erzeugungsanlagenregler, explizit zum Netz Oberösterreich gefahren. Dieser, auch Kraftwerksregler genannt, wurde auf Konformität überprüft und freigegeben.  Sie haben das IZE 104 Protokoll auf den EZA - Regler implementiert und getestet. Dieser wurde mit den ganzen OÖ–Energieerzeugern für die Firma MSS freigegeben. Anhand von Folien zeigte er dann die Messergebnisse der einzelnen Reglern.

Nach den überaus interessanten Vorträgen der beiden bedankte sich unser Obmann mit kleinen Geschenken.

Der neunte und letzte Fachvortrag

Der neunte Fachvortrag hatte den Titel „Behördlich vorgeschriebene Schachtwartung“. Dieser wurde von Herrn David Gibus von der Firma Karl & Peherstorfer ZT-GmbH gehalten. Herr Gibus ist bei der Firma für Sanierung und Leitungskataster zuständig. Zu der Firma gehört die Firma InfraGIS GmbH. Er selbst hat die Firma InfraGREEN GmbH. InfraGIS ist ein Informationssystem für Kanäle, Wasserleitungen und Straßenbeleuchtung. InfraGREEN beschäftigt sich mit Eventmarketing und Infrastruktur und hier hauptsächlich mit Inspektion und Wartung von Kanalschächten. Unter anderem veranstalten sie auch die österreichischen Infrastrukturtage. Er ging in der Folge auf die behördlich vorgeschriebene Schachtwartung laut ÖWAV Regelblatt 22 ein, wo man alle 5 Jahre die Schächte kontrollieren soll. Viele Gemeinden haben bereits ihr System zur Schachtwartung im Einsatz. Er zeigte ein kurzes Video, wie im Programm InfraGIS die Schachtwartung eingetragen werden kann. Man kann auch Fotos einfügen.  Auch kann man von den gewarteten Schächten eine Excelliste ausgeben. Zum Schluss ging er dann noch auf die Kosten der Schachtwartung ein.

Auch dem letzten Vortragenden dankte unser Obmann für den Vortrag und dafür, dass wir als IBAR bei den Infrastrukturtagen unseren Verein mit einem kostenlosen Ausstellertisch präsentieren können. Er überreichte ihm auch ein kleines Geschenk.

So wie schon bei den letzten Wintertagungen wurde auch dieses Mal unter allen aktiven, anwesenden Kollegen ein Eurothermengutschein im Wert von € 200,- verlost.  Eine anwesende Dame hat aus dem Topf eine Namenskarte gezogen. Gewonnen hat den Gutschein Kollege Johann Loibingdorfer von der ARA Sipbachzell. Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen ihm einen schönen Aufenthalt in einer der Eurothermen. 

Zum Abschluss bedankte sich Obmann Ferdinand Schwarzenbrunner bei allen Teilnehmern für das Ausharren und für die Disziplin bei den Pausen, sodass wir immer pünktlich fortsetzen konnten. Bei den Firmen für die Ausstellungstische und den Vortragenden für die interessanten Themen. Bei allen, die zur Organisation beigetragen haben. Dann schloss er die 38. Wintertagung.

Nach der Tagung

So wie bei jeder Wintertagung gab es auch hier im Anschluss an den Fachvorträgen die Fachgespräche und den Erfahrungsaustausch an der Theke des Hotels. 


Am Abend stand dann das Abendessen mit dem gemütlichen Erfahrungsaustausch auf dem Programm. Sehr erfreulich war, dass dieses Mal 85 Teilnehmer beim Abendessen teilgenommen haben. Davon haben dann auch 37 im Hotel übernachtet. Nach dem Abendessen gab es noch einen gemütlichen Ausklang an der Hotelbar. 


 

Freitag, 06. März 2026 - Der zweite Tag

Am zweiten Tag der 38. Wintertagung stand laut Programm der Wellnessbereich des Hotels auf dem Programm. Ein großer Teil derer, die übernachtet haben, hat das auch genutzt. Ein Teil ist nach dem Frühstück nach Hause gefahren. Eine kleine Gruppe aber nutzte das herrliche Sonnenscheinwetter und hat eine Wanderung durch die Stillensteinklamm unternommen.

Wir sind beim Eingang zur Stillensteinklamm nicht in die Klamm gegangen, sondern bei einem sehr schön zu gehenden Waldweg weitergegangen.

Bei dem Weg sind wir zur Gießenbachmühle gekommen.

Bei der Donau gab es eine kurze Rast.

Zurück zum Hotel sind wir durch die Klamm gegangen. Hier der Eingang zur Klamm.

Wieder beim Eingang bzw. Ausgang der Klamm. Zurück im Hotel hat sich die Gruppe auch noch den wohlverdienten Wellnessbereich des Hotels gegönnt.